Was die Presse über uns berichtete ...

Bericht im WIESBADENER KURIER am 13. Dezember 2016

 

chorART Rheingau: Kein Platz bleibt frei beim Konzert in der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim

 

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/ruedesheim/chorart-rheingau-kein-platz-bleibt-frei-beim-konzert-in-der-abtei-st-hildegard-in-ruedesheim_17537019.htm

 

 

 

 

 

Bericht im WIESBADENER KURIER am 21. Juni 2016

 

Ensemble chorART präsentiert Motetten von Johann Hermann Schein und Johann Sebastian Bach in Rüdesheim

 

von Christina Schultz

 

RÜDESHEIM - „Herzlich willkommen zur Schatzsuche, auf die uns Johann Sebastian Bach, Johann Gottfried Walther und vor allem Johann Hermann Schein mitnimmt.“ Zum Konzert in der Pfarrkirche St. Jakobus des Chorensembles Chorart Rheingau, mit Motetten aus dem „Israelsbrünnlein“ von Johann Hermann Schein, legte Pfarrer Michael Pauly den Konzertbesuchern die Psalmworte der alttestamentarischen Texte ans Herz. Sie seien ein echter Schatz für unseren Alltag, es gäbe keine Situation im Leben, die man nicht durch ein Psalmwort ausdrücken könne. „Auch Sie werden heute während des Konzertes ein Wort daraus finden, das für Sie zum Schatz wird“, war Pauly überzeugt.

 

Lange nachwirkende Worte der Psalmen

 

Nicht nur die Worte der Psalmen wirkten lange nach, auch das Bild des Brünnleins habe für den Menschen eine große Bedeutung. Es lasse Wasser, aber auch die Kraft schöpfen, die wir zum Leben brauchten. „Daran sehen wir, was Gott uns schenkt und was uns reich macht“. Das „Israelsbrünnlein“ von Johann Hermann Schein, dem bedeutendsten Leipziger Thomaskantor aus der Zeit vor Johann Sebastian Bach, stellt die wichtigste Motetten-Sammlung der deutschen Musik des 17. Jahrhunderts dar. Neben Samuel Scheidt (1587-1654) und Heinrich Schütz (1585-1672) gilt Schein (1586-1639) als einer der drei großen Musiker, die die Ausdruckskraft des italienischen Madrigals nach Deutschland importierten und damit den Grundstein deutscher Kirchenmusik bis hin zu Johann Sebastian Bach legten.

 

Vor zwei Jahren habe man im Chorensemble zwei Motetten von Schein einstudiert. „Die Beschäftigung mit den Texten hat die Sängerinnen und Sänger sehr bewegt“, erklärt Chorleiter Jochen Doufrain. Auch ihn habe diese geistliche Andachtsmusik begeistert, es sei jetzt an der Zeit gewesen, sich näher damit zu beschäftigen. Nach der Aufführung der großen Johannespassion im vergangenen Jahr sei dies nun die ideale Wahl. Neben den Ausschnitten aus dem „Israelsbrünnlein“ für fünfstimmigen gemischten Chor, ergänzte Johann Sebastian Bachs Motette „Komm, Jesu, komm“ für vierstimmige Doppelchöre das Programm, das eingebettet war in die Orgelwerke Präludium und Fuge in c-Moll von Johann Gottfried Walther. Begleitete tags zuvor in der Hattenheimer Kirche St. Vincentius Markus Frank Hollingshaus das erste Chorart-Konzert an der Orgel, wirkte in Rüdesheim Willibald Bibo erhebend am Instrument.

 

Sechs Monate profunde Vorbereitungszeit, davon viele Stunden mit Einzelstimmenproben, hatten sich gelohnt. Die Werke, die höchste Anforderung an den Chorgesang stellen, wurden von den Sängerinnen und Sängern unter souveräner Leitung von Jochen Doufrain mit Bravour gemeistert. Es gelang dem Ensemble, durch emotionales Miterleben der Texte und der Musik das Publikum einzufangen und zu innerer Einkehr und Andacht zu führen. Die Ausdruckskraft der Hilfs- und Kraftsprüchlein, wie Johann Hermann Schein selbst die Motteten-Sammlung bezeichnete, ging von den Mitwirkenden auf die Zuhörer über und ließ auch die künstlerische Arbeit des Ensemblemitglieds und Glasmalers Michael Elsemann, am Eingang zum Kirchenschiff, in ganz besonderem Lichte erscheinen.

 

Das Porträt J.H.Scheins als Glasmalerei, in Verbindung mit dem stilisierten Israelsbrünnlein, vermittelte die intensive, religiöse Auseinandersetzung der Chormitglieder im Einklang mit ihrer musikalischen Arbeit und ihrem alltäglichen Geschehen.

 

 

 

Bericht im WIESBADENER KURIER am 23. März 2015

 

Johannespassion in Johannisberg:

Ein Konzert als Andacht

 

Von Christina Schultz

 

JOHANNISBERG - Die Basilika St. Johannes der Täufer war voll besetzt. Am fünften Wochenende der Fastenzeit erwartete die Besucher die Aufführung der vierstimmigen Johannespassion von Johann Sebastian Bach. Ein musikalisches, meditatives Erlebnis, in dessen Mittelpunkt die Passion Jesu Christi steht. Die 30 Sängerinnen und Sänger von ChorART haben sich der Passion angenommen und unter der Gesamtleitung von Jochen Doufrain in der Basilika in Johannisberg und einen Abend später in der Abtei St. Hildegard in Eibingen zu Gehör gebracht.

 

Dramatisches Geschehen

 

Die Probenarbeiten der anspruchsvoll geistlichen Chormusik gestalteten sich als profunde Projektarbeit, die sich in den letzten drei Tagen vor der Aufführung als äußerst arbeitsintensiv erwies. Seit Donnerstagabend wurde geprobt, man habe fast mehr Zeit vor Ort verbracht als am Arbeitsplatz, verriet der Vorsitzende Stephan Kaiser. Äußerst motiviert seien die Mitglieder von ChorART an die Sache herangegangen. Die letzten Proben in der Basilika mit der Rheingauer Sopranistin Elisabeth Scholl, der Altistin Jelena Puljas, dem Tenor Johannes Mayer, den Bassisten Christoph Wendel und Christoph Drescher, den Musikern der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg sowie des Organisten Markus Frank Hollingshaus gewannen zusätzlich an ungeahnter Dynamik.

Anliegen der Mitwirkenden sei es, die Aufführung nicht nur als Konzert zu verstehen, sondern auch als religiöse Andacht, vermittelte der Willkommensgruß des Vorsitzenden im Vorwort des aufwendig gestalteten Programmheftes. Der Einführungstext in die Johannespassion von Markus Frank Hollingshaus in Verbindung mit den genauen Textpassagen der Chorsätze, Rezitative und Arien ermöglichten den Besuchern einen direkten Bezug zum Gehörten und ließen sie eintauchen in das dramatische Geschehen, bei dem wie von selbst gedankliche Szenen entstehen. Der Chor, in den Mittelpunkt der Johannespassion gerückt, brillierte und agierte in zwei großen Rollen bewegend und intensiv: in der Darstellung des israelitischen Volkes und in den Chorälen. Die Solisten in exzellenter, stimmlicher Verschiedenheit, symbolisierten Einzelpersonen in erzählender Perspektive als Evangelist, Jesus, Petrus und Pilatus, während das Orchester musikalisch unterstrich oder durch reine Instrumentalstücke Verbindungen herstellte. Eine Herausforderung an alle Interpreten, einschließlich des Dirigenten Jochen Doufrain, der souverän und eindrucksvoll ein ergreifendes Gesamtbild schuf. Das kirchenmusikalische Werk als konzertante Passion in der Basilika aufgeführt, hat seinen ursprünglichen Platz im Karfreitags-Gottesdienst. In Anlehnung an die Predigt, inmitten der Passion gelegen, stand das geistliche Wort zur Meditation von Abt Benedikt Müntnich. Die Johannespassion als Ganzes sei Gebet, das uns tiefen Trost schenke und die Kraft zum Leben vermittelt. Die großartige Musik der Passion habe Bach als Ausdruck tiefer Religiosität geschaffen und diene als Verkündung christlichen Glaubens.

 

 

 

 

Bericht im WIESBADENER KURIER am 13. Mai 2014

 

„chorART Rheingau“ präsentiert in der Basilika Werke aus vielen Jahrhunderten

 

Von Manuel Wenda

 

MITTELHEIM - Die Sängerinnen und Sänger seien bereit ihr Bestes zu geben, das versicherte Stephan Kaiser, als er das Publikum zum Konzert in der Basilika St. Ägidius in Mittelheim begrüßte. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln näherten sich „chorART Rheingau“ dem Psalm 98, durch den zahlreiche Kompositionen inspiriert sind. Unter dem Motto „Cantate Domino“ präsentierte das Ensemble Werke aus vielen Jahrhunderten.

 

„chorART Rheingau“ wurde 2009 von Jochen Doufrain gegründet, in erster Linie beschäftigt sich der Chor mit geistlicher Musik. Mittlerweile lud er schon einige Male zu ambitionierten Konzerten an stimmungsvollen Orten ein. In Erinnerung sind Veranstaltungen in der Abtei St. Hildegard in Eibingen, nun hatte sich das Publikum am Abend eines verregneten Frühlingstages in der Basilika aus dem 12. Jahrhundert eingefunden.

 

Frisch und fesselnd

 

Zunächst führte Doufrain eine vierköpfige Männerschola durch einen gregorianischen Choral. Diese sehr alte Musik wirkt in ihrer ganzen Kraft immer wieder frisch und fesselnd. Anschließend stimmte eine gemischte Schola das „Cantate Domino“ des 1935 geborenen Esten Arvo Pärt an. Diese Gegenüberstellung von Gegenwart und Gregorianik war sehr spannend, denn beide Stücke sind, auch wenn sie viele Jahrhunderte voneinander entfernt entstanden, von einer tiefen Religiosität geprägt. Die Musik Pärts ist von einem so unerschütterlichen Glauben beseelt, wie man ihn bei kaum einem anderen zeitgenössischen Komponisten findet.

 

Wie versprochen sangen „chorART“ mit großer Hingabe, sie überzeugten a cappella ebenso wie in der Begleitung des Organisten Dr. Markus Frank Hollingshaus, der auch als Solist in Erscheinung trat. Mit treibenden und verheißungsvollen Rhythmen begann „verbum caro“ aus „Pange Lingua“ des libanesisch-französischen Komponisten Naji Hakim.

 

Einige Male teilten sich „chorART“ in zwei Chöre auf. Als Doppelchor traten sie miteinander in Dialog. „Singet dem Herrn“ von Heinrich Schütz war sehr schön anzuhören, ebenso wie Mendelssohns Vertonung des 98. Psalms. Dass der Chor sich inzwischen ein beachtliches Niveau erworben hat, zeigte sich im sechsstimmigen „Cantate Domino“ Claudio Monteverdis.

  

In St. Ägidius kamen die Zuhörer auch in den Genuss einer Uraufführung. Markus Frank Hollingshaus stellte sein Stück „Continuum Canticum Novum op. 79“ vor. Es beginnt in einer meditativen Atmosphäre, in welche immer schneller wachsende energetische Impulse einfließen. In seinem Schlusswort wies Herman Becker auf die Bedeutung historischer Bauwerke für Chorkonzerte hin. In der Tat ist der Erhalt so wunderbarer Kirchen wie St. Ägidius eine Aufgabe von ungeheurer Wichtigkeit. Mit Johann Sebastian Bachs „Singet dem Herrn“ endete das Konzert.

 

 

 

 

Bericht im WIESBADENER KURIER am 19. März 2013
 

Stabat Mater im Mittelpunkt

 

Von Manuel Wenda



"chorART Rheingau" konzertiert in Eibingen

Im Sommer ist der Rheingau in musikalischer Hinsicht verwöhnt. Durch das Rheingau-Musik-Festival und die Eltviller Burghofspiele treten die renommiertesten Künstler zwischen Wiesbaden und Lorch auf. In der Basilika der Benediktinerinnen-Abtei St. Hildegard in Eibingen bewies das Ensemble „chorArt Rheingau" nun, dass es auch in der kalten Jahreszeit großartige Konzerte in der Region gibt.


Der Chor wurde 2009 von Jochen Doufrain gegründet, mittlerweile besteht er aus 30 ambitionierten Sängerinnen und Sängern. Obschon ihr Hauptinteresse auf der Auseinandersetzung mit geistlicher Musik liegt, ist ihr Repertoire doch breit gefächert. Es umfasst sowohl mittelalterliche Liebeslieder als auch romantische Musik und Gospels. Das zentrale Werk in der Abtei St. Hildegard war Domenico Scarlattis Vertonung des „Stabat Mater".

Trauer Mariens als Thema

 

Das mittelalterliche Gedicht hat die Trauer und die Schmerzen Mariens um den Gekreuzigten zum Thema. Vor dem Konzert hatte der Besucher die Möglichkeit, sich auf dem Weg von Rüdesheim nach Eibingen auf die Musik einzustimmen. Die Hänge beiderseits des Rheins zeigten sich als eine malerische Winterlandschaft. Während sich beim Gang durch die Weinberge langsam Nebelschwaden über den Fluss legten, zeichnete sich allmählich die Silhouette der Abtei ab. Unter der Leitung Doufrains überzeugte „chorArt" von Beginn an. Die Dramatik und der Formenreichtum der Komposition traten in der Interpretation beschwörend hervor. Scarlatti ist heute in erster Linie für seine Sonaten bekannt, viele seiner Vokalwerke sind hingegen in Vergessenheit geraten. So nimmt das „Stabat Mater" eine besondere Stellung in der Rezeption des Neapolitaners ein.

 

„chorArt Rheingau" und ihre Begleiter, die Gambistin Paola Valpola, der Theorbist Toshinori Ozaki und der Organist Markus Frank Hollinghaus brachten seine melodische Schönheit und die intensiven Emotionen, die von tiefstem Leid bis zur Hoffnung auf die Auferstehung Christi reichen, eindringlich zum Ausdruck.

 

In das Programm eingefügt, waren auch Auszüge aus dem „Stabat Mater" Giovanni Battista Pergolesis, das das Flötenquartett „Flautanay" mit zarten Klangfarben untermalte. Fesselnd war der Gesang der Sopranistin Helena Donie und der Altistin Jelena Puljas in Scarlattis „Salve Regina". Hier wurde erfahrbar, wie sehr die Musik Scarlattis vom glühenden Licht des Südens durchflutet ist. Weil der Chor schnelle Tempi gewählt hatte, war noch Zeit für eine Wiederholung der letzten drei Sätze des „Stabat Mater".

 

Das Ensemble und Doufrain wollen ihr Repertoire „lustvoll" weiterentwickeln. Sie scheinen auf einem guten Weg zu sein. Die Klänge der Aufführung hallten auf dem Rückweg ins Tal noch lange nach.



 

 

Bericht im RHEINGAU ECHO am 30. März 2012

 

chorART Rheingau singt Bach eindrucksvoll



Bei strahlendem Frühlingswetter erlebte das Publikum in der bis zum letzten Platz besetzten Abteikirche Eibingen ein besonderes Konzert des 2009 von Jochen Doufrain gegründeten Chores chorART Rheingau. Im Mittelpunkt des Konzertes standen 2 Chormotetten  des Leipziger Thomaskantors, Johann Sebastian Bach (1685-1750), der in dieser Woche wegen des Jubiläums des Thomanerchores und seines 327. Geburtstages am 21. März in aller Munde war. Das Konzert wurde durch Orgel- und Kammermusik Bachs sowie seiner Zeitgenossen Johann Pachelbel und Johann Gottfried Walther ergänzt.

 

Dr. Markus Hollingshaus eröffnete das Konzert mit Bachs gewaltiger Passcaglia und Fuge in c-Moll an der Chororgel der Abteikirche und entlockte dem Instrument mystische Klangfarben, die im Sinne des als musikalische Andacht konzipierten Konzertes das Publikum für die Musik öffneten. Nach Variationen über den im Mittelpunkt des Konzertes stehenden Choral „Jesu, meine Freude“ des barocken Komponisten Johann Gottfried Walther schloss sich ein Werk Bachs für Violoncello solo an. Henrike Becker trug zwei Sätze aus einer Suite Bachs für Violoncello solo vor. Dabei schlug sie mit ihrem warm timbrierten Ton und ihrer virtuosen klanglichen Beherrschung des Instruments die Zuhörer in ihren Bann und sorgte für eine hörbare Zäsur vor dem Hauptwerk des Konzertes, Bachs Motette „Jesu, meine Freude“. Das 1723 oder 1735 als Trauermusik entstandene Werk verbindet Trauer und Schmerz mit Freude und Erlösung, die der Gläubige in der Figur Jesu Christi findet und passt sich so in den Kontext der Fastenzeit ein. Die im architektonischen Mittelpunkt der Abteikirche stehende Jesusabbildung verstärkte dabei den Ausdruck der Musik eindrücklich.

chorART Rheingau verstand es unter der Leitung von Jochen Doufrain der Musik feine Ausdrucksnuancen abzugewinnen, welche den hochdramatischen Text der Motette unterstrichen. Dabei war der Vortrag des Chores immer von deklamatorischer Klarheit und Artikulation geprägt. Der Chor beherrschte das komplexe Werk virtuos und den Gesichtern der Mitwirkenden sah man die Freude an der Musik an. Erstaunlich ist hierbei, dass die jüngsten Sängerinnen des Chores gerade einmal 10 und 14 Jahre alt sind und parallel noch im Rheingauer Kinder- und Jugendchor St. Martin Oestrich singen.

 

Die Motette wurde durch eine Arie mit Variationen für Orgel aus der Sammlung „Hexachordum Apollinis“ des barocken Komponisten Johann Pachelbel unterbrochen. Dies ermöglichte den Zuhörern das Nachsinnen über die gesungenen Texte, was, wie es eine Konzertbesucher ausdrückte, zu einer „neuen Tiefe des Textverständnisses“ geführt habe. Der Chor wurde feinsinnig durch Ulrike Schubert, Henrike Becker und Dr. Hollingshaus begleitet, die im Anschluss eine Triosonate Bachs vortrugen, bei der vor allem Ulrike Schuberts klares und musikalisches Geigenspiel das Ensemble trug.

 

Das Konzert endete mit der festlichen Motette „Lobet den Herrn alle Heiden“ deren strahlendes Alleluja den Osterjubel bereits vorwegnahm und gleichzeitig den Gedanken der Freude der vorangegangenen Motette wieder aufnahm. Das Publikum dankte den Musikern mit lang anhaltendem, stehendem Applaus und wurde mit der Wiederaufnahme des Alleluja als Zugabe belohnt. Man darf auf die nächsten Projekte von chorART gespannt sein!

 

 

 

 

Bericht im WIESBADENER KURIER am 12. April 2011

 

Momente der Kontemplation

 

Von Manuel Wenda

 

Beeindruckendes Konzert von „chorART Rheingau“ in der Abteikirche St. Hildegard in Eibingen

 

Der Frühling hat Einzug gehalten und so war der Rheingau am vergangenen Wochenende ein überaus attraktives Ausflugsziel. Doch nicht allein die Schönheit der Natur zog Besucher an. Wer Momente der Spiritualität und der Kontemplation suchte, wurde ebenfalls fündig. In der voll besetzten Abteikirche St. Hildegard in Eibingen hatte sich am Sonntagnachmittag ein Publikum, in dem wirklich alle Generationen vertreten waren, eingefunden, um ein Konzert des Ensembles „chorART Rheingau“ zu hören.

 

2009 gründete Jochen Doufrain diesen Chor, der inzwischen aus 28 ambitionierten Sängerinnen und Sängern besteht. Sie alle hatten bei ihrem ersten Zusammentreffen bereits Chorerfahrung. Ihr Hauptinteresse liegt in anspruchsvoller, geistlicher Musik, einem Genre, das ein vielseitiges Repertoire umfasst. Es beinhaltet A-Capella-Gesänge, achtstimmige Motetten, aber auch Gospels. Begleitet wurde „chorART Rheingau“ von den Musikern des Orchesters „Musica Metropolitana“.

 

Zu Beginn des Konzertes erklang „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz, jenem Komponisten, der oft als „Vater der deutschen Musik“ bezeichnet wird. Die Leistung des Chors erweckte bei den Besuchern hohe Erwartungen, die nicht enttäuscht werden sollten. Nach einigen einleitenden Worten von Schwester Hildegard Gutjahr, die durch die Veranstaltung führte, wandten sich die Interpreten dem Hauptwerk des Nachmittags zu, Dietrich Buxtehudes siebenteiligem Kantatenzyklus „Membra Jesu Nostri“.

Im Verlauf dieser Vertonung der mittelalterlichen Dichtung „Salve Mundi Salutare“ des Zisterziensermönchs Arnulf von Löwen blickt der imaginäre Betrachter des leidenden Jesus von dessen Füßen immer weiter aufwärts, zu den Knien, den Händen, der Seite, dem Herzen und schließlich zum Antlitz. Die Abtei St. Hildegard ist zweifellos ein geeigneter Ort, um die Wirkung dieser mythisch-glühenden Impressionen zu spüren.

 

Die meditative Stimmung des Werkes zog die Zuhörer schnell in ihren Bann. Die Mitglieder von „chorART Rheingau“ sangen auf beachtlichem Niveau. Großartiges leistete unter der Leitung Doufrains das Orchester „Musica Metropolitana“, dessen Spiel von einer überwältigenden Klangschönheit geprägt war, die einzelnen Chorsätze wurden aufs Schönste umrahmt.

Die sich steigernde Hingabe und die Versunkenheit des lyrischen Ichs in die Betrachtung des gekreuzigten Jesus wurden durch die gut einstündige Aufführung eindrucksvoll vermittelt. Die von Schwester Hildegard Gutjahr vorgetragenen Texte betonten die religiöse Dimension von Buxtehudes Komposition. „chorART“ ist definitiv eine Bereicherung der Musikszene im Rheingau.

 

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chorART Rheingau e.V.
65366 Geisenheim

Telefon: 06722-981421

chorART in concert ...

 

3. Adventsonntag - 17.12.2017

Weihnachtsoratorium 

J.S. Bach

St. Jakobus Rüdesheim

 

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